Als mein Tuxedo AURA 15 Gen2 mit AMD Ryzen 7 5700U Prozessor ein mechanisches Problem bekam und ich es zur Reparatur schicken musste, stand ich vor einem Dilemma: Was mache ich ohne mein gewohntes System?
Glücklicherweise habe ich die SSD M.2 aus dem Tuxedo ausgebaut und bin auf die Idee gekommen, diese am deutlich älteren Lenovo T480 mit WQHD-Display anzuschließen, das ich als Ersatzgerät nutze.
Von lewing@isc.tamu.edu Larry Ewing and The GIMP, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80930
Der große Test: Kann ich einfach die SSD über den USB3-Port an den Lenovo anschließen und booten? Immerhin sind die Unterschiede der Hardware nicht zu übersehen:
- Der Tuxedo hat einen AMD Ryzen 7 5700U Prozessor, während der Lenovo mit einem Intel Core i5-8350U läuft.
- Die Grafikkarten, die WiFi-Module und auch die Sound-Architektur sind unterschiedlich.
Und es funktioniert!
Trotz dieser Hardwareunterschiede bootete mein Debian Trixie auf dem Lenovo T480 ohne Probleme. Es war so, als ob das Betriebssystem gar nicht bemerkt hätte, dass es sich plötzlich in einer komplett anderen Umgebung befindet. WLAN, Grafik, Sound – alles funktionierte sofort und ohne zusätzliche Treiberinstallation oder Anpassungen.
Natürlich verstehe ich, dass das Konzept der Distribution hauptverantwortlich ist, denn die notwendigen Module sind immer mit an Bord, wenn man nicht selbst eingreift ...
Warum ich Linux (noch mehr) liebe
Dieser Moment hat mir erneut gezeigt, warum ich Linux und freie Open-Source-Software so liebe:
Sie ist flexibel, anpassungsfähig und läuft auf verschiedenster Hardware zuverlässig. Wo bei anderen Betriebssystemen oft lange Treiberinstallationen und nervige Konfigurationen nötig sind, geht bei Linux einfach alles reibungslos.
Ich bin begeistert und noch mehr davon überzeugt, dass Freie Software der richtige Weg ist. Sie bietet mir nicht nur die Freiheit, mein System so anzupassen, wie ich es will, sondern auch die Zuverlässigkeit, die man sich von einem Betriebssystem wünscht.


