Beim Stöbern in meinem alten Wiki bin ich über eine herrliche Anekdote gestolpert, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Sie spielt irgendwann um 2004, als ich mich über den lokalen Rocksender Radio21 so herrlich aufgeregt habe, dass ich kurzerhand eine Mail an deren Redaktion geschrieben habe.
Der Grund? Dauerrotation bis zum Erbrechen.
Man hatte das Gefühl, der Sender hätte nur 30 MB Festplattenspeicher und würde exakt zehn Songs in Endlosschleife spielen. Selbst mein Lieblingssong "Whiskey in the Jar" von Thin Lizzy konnte ich irgendwann nicht mehr hören.
Hier ein Auszug aus meiner damaligen Mail:
"Führt ihr eigentlich gerade einen Feldversuch mit dem Thema 'Wie lange dauert es, bis der letzte treue Hörer wegen dauernder Titelrotation den Sender abschaltet?' durch?"
Und:
"Besonders ab 19:00 Uhr Rock aus der Region habe ich früher gerne gehört. Heute ist das nicht mehr auszuhalten."
Natürlich habe ich auch den Moderator morgens nicht verschont:
"Allein dieses Wetter-Geklampfe, dass der Typ sich nicht schämt... Wann sind denn die drei Monate Probezeit von dem Dingsda vorbei?"
Die Antwort von Radio21?
Natürlich freundlich, aber 100% vorhersehbar und komplett aus dem Textbaustein-Generator:
"Dass sich gewisse Songs öfter wiederholen [...] hat nichts mit Bequemlichkeit und schon gar nicht mit Zufall zu tun. [...] Der typische Radio-Hörer hört nur 15-20 Minuten."
Das Lustigste: Zeitgleich hatte meine Kollegin ebenfalls eine fast wortgleiche Beschwerde geschickt – und natürlich exakt dieselbe Antwort bekommen.
Was lernen wir daraus?
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Sender lieben Rotation.
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Textbausteine sind der Feind echter Kommunikation.
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Manchmal muss man einfach Dampf ablassen.
Heute, 20 Jahre später, höre ich schon lange kein Radio21 mehr. Stattdessen gibt's Streaming, Playlists und DAB+ — und die Freiheit, dass kein Sender mir sagt, was ich wann hören muss.
Und wisst ihr was? Ich vermisse es kein bisschen.
Hinweis: Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von ChatGPT. Die Originaltexte stammen von 2004.
Ich war auf dem Grobschnitt Konzert im Capitol in Hannover-Linden. Die Location ist ein umgebautes Kino, mehrere Theken an den Seiten, Stehtische im hinteren Bereich und viele Barhocker, so das sich die mittlerweile in die Jahre gekommene Fan-Gemeinde auch mal eine Auszeit geben konnte. Grobschnitt ist die Lieblingsband von mir aus den 70ern, die Musikrichtung würde ich als progressive Krautrock bezeichnen. Elemente von Genesis und Supertramp haben ihre Spuren hinterlassen. Doch Grobschnitt hat es immer verstanden ein eigenes Gesamtkunstwerk zu schaffen.. Die Komplexität der Klanggebirge reicht an Yes heran, so empfinde ich das jedenfalls.
Definitiv einen längeren Blick wert. Der Autor sagt:warning : I use my own mp3/ogg/flac/mpc tag library for reading/writing tags ... use at your own risk.
Und das stimmt auffallend! Von der Musik bekommt man keine Gänsehaut, ausser vielleicht vor Anrührung. Die Band stammt übrigens aus Deutschland und ist eine der sehr wenigen Bands, die das Portal Jamendo.com zu nutzen wissen. Das Album Time to differ ist für 10 € zu erwerben. Steht aber unter der liberalen CC Lizenz, wie meines Wissens alles auf Jamendo. Wer Rockmusik der etwas heftigeren Machart mag, ohne gleich Schrammelrock zu mögen, liegt hier wirklich richtig. Meine Favoriten sind Invisible Enemy fallen star, von dem es auch ein Video gibt und R.I.P.


